MACFUSE & MacFusion
Onkel Google hat ja schon vor einer Weile ein paar neue Projekte vorgestellt um die Arbeit mit einem MAC noch sehr viel angenehmer werden lassen:
MACFUSE und MACFusion
MACFUSE ist die Kernel-Erweiterung um die aus dem Linux und FreeBSD Umfeld bekannte “FUSE – File-system in USErspace“-Implementierung auch unter Mac OS X >=10.4 nutzen zu können (Video).
MACFusion ist eine dazupassende GUI die FUSE-Filesysteme mounten kann, Favoritenverwalten und (sehr wichtig) diese beim Schlafengehen des MACs unmounten und beim Aufstehen remounten kann.
Aber was wäre FUSE ohne seine unzähligen 3rd-Party-Erweiterungen?!
SSHFS kann entfernte Verzeichnisse via SCP/SFTP mounten, so das sie von allen Programmen wie ein lokales Verzeichnis benutzt werden kann. Das ganze geht auch via WebDAVFS und via FTPFS
PROCFS ist einfach nur cool! Apple hat es ja noch immer nicht eingesehen, dass man ein Prozess-Filesystem unbedingt haben will. PROCFS blendet einem nun via FUSE ein echts /proc ein womit man sehr einfach Informationen über Prozesse, Treiber und die Hardware bekommen kann. Was auch sehr cool ist sind die Funktionen um Bildschirmfotos bzw. Fotos von der iSight-Kamera zu bekommen oder den Sudden-Motion-Sensor abzufragen, oder oder…
cat /procfs/system/hardware/displays/0/screenshot.tiff
cat /procfs/system/hardware/camera/screenshot.tiff
cat /proc/hardware/motionsensor/data
Mit SpotlightFS kann man nun sehr einfach Suchanfragen via das Filesystem stellen und deren Ausgabe recht einfach weiterverarbeiten. Im täglichen Arbeitsumfeld mag die normale GUI aber wahrscheinlich dennoch besser geeignet sein. Das ganze geht auch via BeagleFS was dem ganzen aber imo auch nicht mehr Sinn stiftet
NTFS-3g verspricht wie der Name schon verät einen Read-/Write-Zugriff auf Windows NTFS-Filesysteme. Der ein oder andere wird das wohl brauchen.
CryptoFS/EncFS beides Lösungen um verschlüsselte Dateisysteme zu realisieren. Davon gibt es noch eine ganze Menge mehr wie z.B. PhoneBook einen Filesystem welches mit mehreren Schlüsseln und damit mehreren Sicherheitsebenen arbeitet.
iTunesFS… äh naja… wozu das nützlichs ein soll versteh ich grad auch nicht
BindFS wenn man ein bestehendes Verzeichnis nochmals an einem anderen Ort im Verzeichnisbaum freigeben und dabei womöglich die Berechtigungen ändern will.
Ext2FUSE wenn man auf Linux ext2-Filesysteme zugreifen will.
FUSEISO um ISO-Images zu mounten.
compFUSEd ist ein Filesystem welches die Dateien transparent gepackt auf Platte schreibt und beim Öffnen wieder entpackt. Ganz praktisch wenn man nicht den Üblichen Umweg via cramFS und UnionFS machen will. Alternativ gibt es auch noch LZOlayer_fs.
Für Paranoiker gibt’s auch ein LoggedFS welches alle Operationen auf einem Filesystem protokolliert
Das bekannte UnionFS gibts auch in einer UnionFS-FUSE Implementierung welche ein paar nette Features hat, aber systembedingt nicht so schnell ist wie die normale Kernel-Implementierung.
Filesysteme mit Datenbank Anbindung, welche Tags oder Metadaten zu Dateien speichern und Suchen können, gibt es auch sehr viele: TagFS, DBToyFS, RelFS, LaFS, … nur schaut leider keins der Projekte besonders stabil und benutzerfreundlich zugleich aus… schade
Und joar für FUSE gibt es auch ein ZFS! Long before Apple
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