Stellungnahme des Studentenrates der TU Ilmenau zu den Vorwürfen eines Studenten auf seinem Weblog
„[…] heute noch mal eine Zusammenfassung über die braunen Burschenschaften im universitären Umfeld und wie sie die TU Ilmenau, insbesondere der dortige unfähige Studentenrat hofiert. […] hier dürfen Burschenschaftler direkt und ungeniert die Erstsemester infiltrieren.“ (22. November 2006, nyblog.de)
Diese Aussage ist falsch.
Es gibt keinen Hinweis, dass die Baltia Gotia rechtsradikal eingestellt ist. Im Gegensatz zu anderen Burschenschaften gehört sie keinem Dachverband an, der mit rechtsradikalen Gedankengut in Verbindung steht. Wir haben die Vorwürfe gegen die Baltia Gotia geprüft und erachten die Vorwüfe als falsch und ungerechtfertigt. Daher sehen wir die Burschenschaft Baltia Gotia weiterhin wie jeden anderen Ilmenauer Verein an. Man muss in diesem Fall genau differenzieren. Die Baltia Gotia pflegt die deutsche Kultur und Tradition, ist aber gleichzeitig tolerant. Es gibt einen engagierten und toleranten Burschenschaftler in einem Fachschaftsrat, der auch an der Erstiwoche beteiligt war. Dieser ist wie alle anderen Gremienmitglieder auch demokratisch gewählt. Von infiltrieren kann daher nicht die Rede sein. Wenn eine tatsächlich belegte Verbindung zu rechtsradikalen Kreisen vorhanden wäre, würde das selbstverständlich zu einem sofortigen Stopp jeglicher Zusammenarbeit führen – egal, ob es sich um die Baltia Gotia oder einen anderen Verein handelt.
.
„Indes stellte sich heraus, dass die Unterlassungserklärung nicht beim Rektorat, sondern vielmehr beim Studentenrat (StuRa) der TU Ilmenau seinen Anstoß nahm.“ (03. März 2007, nyblog.de)
Der StuRa vertritt auch die Vereine, Studenten und Gremien, die wiederholt mit falschen Tatsachenbehauptungen konfrontiert werden. (Bsp.: FeM, Clubs, Burschenschaften, etc.) Der StuRa ist aber in keinster Weise bestrebt, Studenten Steine in den Weg zu legen oder gar eine Exmatrikulation zu empfehlen. Dennoch müssen Recht und Gesetz in jedem Rahmen geachtet werden. Verstöße gegen diese Gesetze durch Verleumdungen und Verunglimpfungen von Organisationen sowie Personen müssen in einer Demokratie offen angesprochen werden und mit den nötigen Konsequenzen bedacht sein. Ferner sind wir ebenso am Ruf der TU Ilmenau in der Öffentlichkeit interessiert, weshalb wir Gespräche zu diesem Thema führen. Der StuRa hat als Gremium der Universität die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit auf die rufschädigenden Äußerungen auf besagten Blog sowie die zweifelhafte Nutzung des SPI als Werbeplattform hingewiesen. Als Teil der Universität kann der StuRa solche falschen Darstellungen nicht auf
sich beruhen lassen. Die TU Ilmenau genießt weit über Thüringen hinaus einen guten Ruf. Falsche Tatsachenbehauptungen beschmutzen das Image der Universität.
.
„Demokratie ist an der TU Ilmenau ein Fremdwort. Im StuRa wird sie gänzlich ausgeschaltet. Dort zählen Absprachen und der Klüngel.“ (23. Januar 2006, nyblog.de)
Diese Aussage ist falsch.
Die Gremien der Universität und somit auch der Studentenrat werden in einer demokratischen Wahl bestimmt. Auch Beschlüsse innerhalb des StuRas werden abgestimmt und sind durch die zeitnah veröffentlichten Protokolle für Jedermann zu jedem Zeitpunkt einsehbar. Zudem sind sämtliche StuRa-Sitzungen öffentlich und können besucht werden.
.
„Dass die Gesamtvertretung der Studierenden an der TU Ilmenau – der Studentenrat (StuRa) – nicht (mehr) mit den hellsten Köpfen besetzt ist, wissen wir auch bereits. Machtdenken, Unterstützung der Steuerhinterziehung durch zu leichtfertige Vergabe von Studentengeldern man die Studentenclubs ohne Prüfung derer Bücher und Verschwendung der Studentengelder […]“ (23. Januar 2006, nyblog.de)
Diese Aussage ist falsch.
In dieser Zeit stand im Club ein aufwendiger Umbau der Bierleitungen an. Da der Club drei Monate lang nicht liquide war, gewährte der StuRa einen geschäftsüblichen Kredit. Die Verwendung der Gelder wird vom Finanzreferenten sowie der Kasseverantwortlichen auf deren sachliche und rechnerische Richtigkeit geprüft und wird nach dieser Prüfung durch den StuRa mit absoluter Mehrheit demokratisch beschlossen. Zudem findet durch die Innenrevision der Technischen Universität Ilmenau eine kontinuierliche Prüfung sämtlicher Geschäftsfälle des StuRas statt. Jede nicht im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung (ThürHG §72 ff.) und nicht über die Förderrichtline gedeckte Ausgabe wird beanstandet und muss entsprechend rückabgewickelt werden. Es gab keinerlei Beanstandungen der Innenrevision bezüglich der Geschäftsfälle des Jahres 2005 unter die auch der Kredit an den H-Club fällt. Nicht im Entferntesten kann man die Kreditgewährung mit „Beihilfe zur Steuerhinterziehung“ gleichsetzen. Der StuRa fördert in der Regel keine Vereine sondern Projekte. Diese Projekte werden auf die Förderfähigkeit gemäß der dafür existierenden Richtlinie geprüft. Wenn das Projekt die nötigen Kriterien zur Förderung durch den StuRa erfüllt, wird darüber im StuRa demokratisch abgestimmt. Eine Überprüfung der Bücher der Vereine auf Bedürftigkeit bezüglich einer projektbezogenen Förderung ist daher strikt zu verwerfen und von der Methodik falsch. Einzig bei der Förderung eines Vereins aus Gründen des Bestandsschutzes werden die Bücher kontrolliert um eine Bedürftigkeit nachzuweisen. Dies ist allerdings nur dann nötig, wenn Zuschüsse ohne Rückzahlung bewilligt werden. Diese Förderung von Vereinen wird in der Regel nicht gewährt. Bei der Vergabe von Krediten wird auf einen soliden Finanzierungsplan und auf die Erfahrungswerte der Vorjahre geachtet.
.
„[…] Es gab einen Hitlergruß von einem Studentenvertreter, Es gibt Burschenschaftler, welche als Studentenvertreter agieren, Die Burschenschaft sponsort die Erstiwoche, Studentenclubs mussten wegen „Steuerschwierigkeiten“ bis zu 10.000 EUR nachzahlen.“ (18. Februar 2007 – Kommentar von T. Seebär., nyblog.de)
„Der StuRa ist bis heute weder an die Öffentlichkeit noch vor seine Studenten getreten, um den Sachverhalt aufzuklären und sich zu entschuldigen. Im Gegenteil: Der Name desjenigen wird geschützt. Anzeige wird keine erstattet. […] An einer Aufklärung ist dem StuRa nicht gelegen. Nein, er schützt den Nazi Studentenvertreter weiterhin und wirft ihn nicht einmal raus.“ (23. Januar 2006, nyblog.de)
Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, was damals (Januar 2006) im Club wirklich passierte, da unterschiedliche Zeugen Verschiedenes berichteten. Darum wurde auch von einer Anzeige abgesehen. An einer Aufklärung des Falles war der StuRa jedoch sehr wohl interessiert und lud die Betroffenen umgehend zur damaligen Sitzung ein. Der Betroffene beteuerte seine Unschuld und hatte selbst ausländische Mitstudenten als Zeugen und Fürsprecher eingeladen. Das Handeln Einzelner ist nicht auf die Gesinnung aller übertragbar. Zudem kann der StuRa bei solchen Ereignissen niemanden aus dem Gremium ausweisen: Grund hierfür ist, dass jedes der Mitglieder demokratisch gewählt ist und somit nur selbst sein Mandat niederlegen kann. Der StuRa kann gewählte Vertreter nicht aus dem Gremium verbannen. Lediglich bei einer vorliegenden Anzeige ist es möglich, Mitglieder auszuschließen. Keiner der angeblichen Augenzeugen hatte jedoch Anzeige erstattet.
Recent Entries
- Is my code compiled on Mono (or Microsoft .NET)?
- Definition of C#
- Google Wave – A Revolution done wrong!
- C# and implicit conversions
- Mein Cluster hat vier Räder ;)
- OpenVPN and Windows7
- M$ SharePoint and Symlinks…
- Die sones GmbH sucht weitere engagierte Softwareentwickler
- Detexify2 – Latex symbol classifier
- Piratenspot “Klarmachen zum Ändern” 2009
March 30th, 2007 at 10:08 am
Yo, danke für die Veröffentlichung.
[Reply]
March 31st, 2007 at 2:15 pm
Und wieder geht Herr S. nicht auf Inhalte ein, sondern hält sich an Kleinigkeiten auf:
http://nyblog.de/index.php/spam/
[Reply]
March 31st, 2007 at 2:52 pm
Tja,
wenn wir mal auf den Blog schauen und den Text eines Bloggers names “Holgi” (siehe seb) lesen, wissen wir: “Niveau ist keine Handcreme”
Mir fehlen da echt die Worte, wie man in so einem unteren Niveau öffnetlich schreiben kann…erschreckend finde ich. Wie weit es da her ist mit Meinungsaustausch und Diskussionsfreude kann man wunder bar sehen. Ich finde, Herr S. und sein “Publikum” haben sich auf traurigste Weise selbst entlarvt.
[Reply]
March 31st, 2007 at 3:02 pm
[...] auf die Stellungnahme des StuRa’s Nach der Veröffentlichung der Stellungnahme des Studentenrates der TU Ilmenau zu den Behauptungen und Machenschaften des Studenten S., gibt es [...]
April 11th, 2007 at 7:25 pm
[...] ich es noch nicht erwähnt hatte: die stellungnahme des stura zu den vorwürfen gibt es bei achim [...]
September 1st, 2007 at 7:57 pm
Kann dem Tommy vor mir nur zustimmen. Unglaublich auf was für einem Niveau sich die Leute teilweise bewegen. Hoffe, dass es nur daran liegt, dass sie in der vermeintlichen Anonymität des Netzes mutiger und beleidigender sind als im realen Leben.
[Reply]