Quo vadis Student S.?

Wir kennen ja nun zur Genüge die “Sprachlos”-Artikel auf dem Blog von Student S. Wie man unschwer erkennen kann sind die veröffentlichten E-Mails alle recht alt und höchstwahrscheinlich auch ohne Zustimmung der Betroffenen veröffentlicht worden. Da fragt sich der ein oder andere vielleicht schon was dies Theaterstück nun so genau bringen soll. Wie man auch von anderer Seite erfahren hat gab es in den letzten Wochen durchaus einen regen Schriftverkehr zwischen Madrid und dem Rektorat der TU Ilmenau, nur verbessert hat sich dadurch anscheinend nicht viel. Student S. der nach eigenen Aussagen nicht sonderlich viel von direkten Gesprächen hält (was ich aus seiner Zeit in Ilmenau bestätigen kann) und sich lieber auf E-Mails zurückzieht scheint auch gegenüber dem Rektorat keinerlei Fakten, Argumente oder auch nur einen sachlichen Stil pflegen zu wollen. Seine E-Mails wären noch immer nur eine Ansammlung von ironischen Anspielungen ohne jemals konkret zu werden.

So langsam kann man sich echt fragen was eigentlich die Ziele von Student S. sind. Seine Anschuldigungen will er nicht beenden oder begründen, sachlich diskutieren will er auch nicht… was will er dann? Sieht er sich vielleicht schon jetzt als Che Guevara der Bloggerzunft? Was hat man im Leben gekonnt wenn man leichtfertig sein Diplom gegen die kurzzeitige Genugtuung seine sehr eigenwillige Sicht der Welt gegen jeden erdenklichen Widerstand verkündet und verteidigt zu haben eintauscht? Selbst Galilei, der wirklich im Besitz einer bedeutsamen wissenschaftlichen Wahrheit war, widerrief diese mit größter Leichtigkeit, als sie sein Leben gefährdete, denn auch dieser ontologische Beweis war den Scheiterhaufen nunmal nicht wert. (vgl. Camus, Der Mythos des Sisyphos).

Okay, Scheiterhaufen sind mittlerweile aus der Mode gekommen und ontologisch ist an Behauptungen von Student S. auch nichts, aber dennoch scheint er mit seiner unnachgibig und ignoranten Art so langsam einen Bürokratismus ins Rollen gebracht zu haben welcher sich bekanntermassen sobald er erstmal rollt von keiner Seite mehr aufhalten lässt und dessen Ergebnis am Ende wieder von niemanden beabsichtig gewesen sein wird (wie immer… :/ ). Nach dem offensichtlich ergebnislosen E-Mailverkehr wird sich wohl nun ein Ordnungsausschuss der TU Ilmenau mit den Anschuldigungen und der Frage nach der Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit der angedrohten Exmatrikulation beschäftigen. Im ThürHG kann man erste Hinweise zum Aufbau eines solchen Auschusses finden:

ThürHG – § 67 Widerruf der Immatrikulation

(1) Die Immatrikulation kann widerrufen werden, wenn ein Studierender durch Anwendung von Gewalt, durch Aufforderung zur Gewalt oder Bedrohung mit Gewalt
1. den bestimmungsgemäßen Betrieb einer Hochschuleinrichtung, die Tätigkeit eines Hochschulorgans oder die Durchführung einer Hochschulveranstaltung behindert oder
2. ein Hochschulmitglied von der Ausübung seiner Rechte und Pflichten abhält oder abzuhalten versucht.

Gleiches gilt, wenn ein Studierender
1. an den in Satz 1 genannten Handlungen teilnimmt oder wiederholt Anordnungen, die gegen ihn von der Hochschule getroffen worden sind, um den ordnungsgemäßen Studienbetrieb zu gewährleisten, zuwiderhandelt oder
2. der Hochschule oder dem Land durch schweres schuldhaftes Fehlverhalten oder die Begehung von Straftaten erheblichen Schaden zugefügt hat.

[...]

(3) Die Entscheidungen nach den Absätzen 1 und 2 trifft ein vom Senat eingesetzter Ordnungsausschuss, dem ein Hochschullehrer und ein Studierender sowie ein Mitglied der Hochschule mit Befähigung zum Richteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst als Vorsitzender angehören. Der Leiter der Hochschule und der Leiter der von einer Handlung nach Absatz 1 betroffenen Hochschuleinrichtung sind berechtigt, die Einleitung des Verfahrens zu beantragen. Über den Antrag ist in einem förmlichen Verfahren zu entscheiden;

[...]

Desweiteren ist eine Stellungnahme des Rektorats und des StuRa zum bereits durch Student S. veröffentlichten Brief des Rektorats auf den Weg Richtung Madrid. Wie man Student S. kennt wird es sicherlich nicht lange dauern bis diese auf seinem Blog veröffentlicht wird. Wir dürfen auf seine Reaktionen also gespannt sein…

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One Response to “Quo vadis Student S.?”

  1. blog.ahzf.de » Blog Archive » Die Reinkarnation des Herrn G. Says:

    [...] wahren, kaum widerrufen wird, haben wir ihm ein kleines Schlupfloch gebastelt: In dem Blogartikel Quo vadis Student S.? haben wir Albert Camus zitiert wie er am Beispiel Galileo Galileis schrieb, dass es sich nicht [...]

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