Der StuRa und der angebliche Hitlergruß

Zu dieser unschönen Geschichte kursieren ja mehr Gerüchte als Ilmenau Studierende hat. Um diese einzudämmen wurden zwar durchaus schon mehrfach Stellungnahmen des StuRa auch in der lokalen Presse veröffentlich, aber dennoch scheint es noch genügen Zeitgenossen zu geben die dies lieber ignorieren oder zur Selbstdarsttellung ausnutzen wollen. Deshalb hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus der Sicht von Thomas Sauerbrey dem Ex-Finanzer des StuRa.

Ich habe die Sache mit dem Hitlergruß live mitbekommen. Ich kann euch aus Sicht des StuRa schildern, dass wir alle empört und schockiert waren, dass einer unserer Mitglieder solch einen Gruß im D gemacht haben sollte. Wir waren uns zu dieser Zeit im StuRa selbst darüber nicht einig, wie wir mit dieser Sache umzugehen haben. Einige wollten es auf sich beruhen lassen, andere, dazu zähle ich auch mich, wollten es lückenlos aufklären. Also sind wir sofort in den D-Club um überhaupt herauszufinden wer es war, da sich die betreffende Person nich offen dazu äußerte. Im D wurde schnell klar WER es war und auch anscheined WAS er getan hatte. Uns wurde felsenfest bestätigt, dass das StuRa-Mitglied einen Hitlergruß gemacht hätte. Ich kann euch sagen, ich war verdammt sauer auf diese Person.

Um die Sache aufzuklären haben wir die “vermeintlichen” Zeugen sowie das betroffene Mitglied auf die nächste StuRa-Sitzung beordert um den Sachverhalt vollständig aufzuklären und wenn nötig ein Strafverfahren einzuleiten…

Tja, und was kam bei raus? NICHTS!

Die Zeugen, die vorher felsenfest behaupteten einen Hitler-Gruß von betreffender Person gesehen zu haben, waren sich dann doch nicht mehr ganz so sicher, da mehrere Personen an dem Tisch gesessen hätten. Und das für mich enttäuschendste, das StuRa-Mitglied machte so ungenaue und unklare Aussagen, dass nicht beweisen werden konnte, dass ein Gruß tatsächlich statt gefunden hätte.

Um die Situation nochmal zu beschreiben: Nach dieser unfassbaren Aussage des StuRa-Mitglieds, die NULL Information in sich hatte, beschlossen einige StuRa-Mitglieder Ihr Mandat niederzulegen, weil sie es nicht mehr vertreten wollten mit dieser Person in einem Gremium zusammen zuarbeiten. Wir versuchten in sehr heißen Diskussionen das StuRa-Mitgied zu überzeugen sein Mandat niederzulegen, was er zwar versprach aber dann einfach in den Urlaub oder auf ne Sprachreise nach Russland und die Ukraine usw.. fuhr und ab diesen Moment nicht mehr zu erreichen war! Zudem war es uns nicht möglich das Mitglied aus dem StuRa raus zu werfen,
da er ja DEMOKRATISCH gewählt wurde und nur selbst sein Mandat niederlegen konnte und eine Straftat nicht nachgewiesen werden konnte, nachdem sich die Zeugen distanzierten.

Nachdem besagtes Mitglied wieder aus seinen “Ferien” zurück kam holte er sich anwaltliche Hilfe. Ihm wurde geraten auf KEINEM Fall sein Mandat nierzulegen, weil dies sonst einem Schuldeingeständniss gleichgekommen wäre. Wir haben Ihm vom StuRa aus intern die Zusammenarbeit aufgekündigt und ihn gebeten wenn er schon nicht sein Mandat niederlegt wenigstens nicht mehr das StuRa-Shirt anzuziehen und einfach weg zu bleiben. Selbst dass wurde vom StuRa-Mitglied nicht erfüllt.

Das bizzare an dieser Geschichte ist, dass sich diese Person als unschulig fühlt. Er konnte oder wollte keine genauen Aussagen machen und uns waren dadurch die Hände gebunden. Was an diesem Abend im D passiert ist weiss von uns bis heute niemand so genau… leider…

Anzumerken bleibt aber noch, dass das betreffende StuRa-Mitglied weder in einer Burschenschaft war und seitdem auch nicht mehr im StuRa oder in anderen Gremien aktiv ist. Auch wenn sein Name in internen Newsgroups aufgetaucht ist haben wir den Namen bewußt nicht veröffentlicht, da keine Beweise vorlagen und wir somit keine Rufschädigung betreiben wollten. Und zu guter letzt: Die Person, die den Hitler-Gruß gemacht haben soll war ein FREUND von Student S. und begleitete mit IHM ein Referat. Er hätte also die Möglichkeit gehabt aus erster Hand über die Ereignisse zu berichten statt sich in Spekulationen zu verlieren.

(Der Text wurde an einigen Stellen zum Zwecke der Verständlichkeit angepasst)

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15 Responses to “Der StuRa und der angebliche Hitlergruß”

  1. kendo Says:

    Schön, dass das mal jem ausspricht. Ich hab das schon ein paar mal versucht auf Drecks änwhy-Blog zu schreiben, dass das Tino’s Freund war, der den Hitlergruß gemacht hat. Hat er aber immer wieder gelöscht. Warum?… ist natürlich klar – manchmal kommts halt vor, dass sich der Hund in den eigenen Schwanz beißt. Das für unseren Herrn S. die Sterne schlecht stehen, wird er auch noch mitbekommen. Aber zumindest mal schön zu wissen, dass das Tierkreiszeichen des Seebären der Penisaffe ist.

    [Reply]

  2. fifi blogt » blog archiv » viel heisse luft in ilmenau Says:

    [...] scheinheiligkeit des “herrn s.”, denn inzwischen existiert eine sehr ausführliche darstellung (original hier) zu dem angeblichen hitlergruss, und obwohl er ja so sehr an der aufklärung [...]

  3. Tommy Says:

    Hier noch ein paar Links zur oberen Darstellung der Fakten aus ÖFFENTLICHEN StuRa-Protokollen (Jeder kann sie einsehen auf http://www.stura.tu-ilmenau.de)

    A)Sitzung vom 11.01.2006
    http://stura.tu-ilmenau.de/index.php?option=com_content&task=view&id=139&Itemid=36
    [Auszug aus dem Protokoll]
    Vorfall im BD Club

    Es wurde uns zugetragen, dass ein StuRa-Mitglied im BD Club
    aufgefallen ist, als es sich im StuRa T-Shirt an einer rechtsradikalen
    Runde beteiligt war.

    Es ist nicht klar inwiefern das so zutrifft.

    Der Betroffene schildert den Vorfall so, dass er mit 2 völlig Fremden für
    15 Minuten ins Gespräch gekommen ist. Beide waren sehr betrunken und
    fingen gegen Ende mit rechtsradikalen Parolen etc. an. Er versuchte die
    Situation erfolglos zu schlichten und als er sich dann von den Personen
    entfernen wollte, wurde er von Leuten aus dem Club ohne Möglichkeit die
    Sache zu erklären auf sehr unfreundliche Weise des Clubs verwiesen.

    Augenzeugen hingegen berichten das er zwar nur sehr kurz mit den Leuten
    zusammen saß, aber sich im Gegenteil zu seiner Aussage doch aktiv an einer
    bestimmten Geste beteiligt hatte, was dann dazu führte, dass die Türsteher
    gerufen worden und er des Clubs verwiesen wurde. Außerdem wurde ihm auch
    das StuRa T-Shirt ausgezogen.

    Was genau geschehen war, ist nicht völlig klar, allerdings hat das
    augenscheinliche Geschehen dazu geführt, dass der StuRa einen beachtlichen
    Gesichtsverlust fürchten muss.

    Es werden mögliche Handlungsoptionen besprochen da der StuRa dafür
    verantwortlich gemacht wird. Durch das StuRa T-Shirt fällt sein Verhalten
    direkt auf das Gremium zurück und es kamen heftige Reaktionen von außen.

    Vorschläge sind:
    Öffentl. Entschuldigung
    Mandat niederlegen um die Situation für den StuRa zu entschärfen

    Auf der nächsten Sitzung wird entschieden, wie es weiter geht. Die
    Entscheidung liegt bei dem betroffenen StuRa Mitglied.

    B)Sitzung vom 18.01.2006
    http://stura.tu-ilmenau.de/index.php?option=com_content&task=view&id=140&Itemid=36
    [Auszug aus dem Protokoll]
    Vorfall im BD Club

    Es wird der Person voraussichtlich ein Clubverbot erteilt. Vorher gibt es nochmal die Möglichkeit mit der Club e.V. zu sprechen

    Weiterhin gibt es die Info, dass die Person, sobald sie wieder in Dtl. Ist ( zum 31.01. 2006) ihr Mandat niederlegt.

    C) Sitzung vom 01.02.2006
    http://stura.tu-ilmenau.de/index.php?option=com_content&task=view&id=142&Itemid=36
    [Auszug aus dem Protokoll]
    Vorfall im BD Club

    Es wurde aufgrund der Vorfälle vom BD Club 2 Jahre Clubverbot erteilt.
    Die betroffene Person bittet erneut um Feedback der restlichen StuRa Mitglieder.

    D) Sitzung vom 08.02.2006
    http://stura.tu-ilmenau.de/index.php?option=com_content&task=view&id=154&Itemid=36
    [Auszug aus dem Protokoll]
    Statement zum Vorfall vom 07.01.2006

    Noch-Sturamitglied Andreas K., hat während der Sitzung am 01.02.2006 allen Stura-Mitglieder mündlich zugesichert, dass er sein Mandat niederlegen wird und eine schriftliche Bestätigung am nächsten Tag im Büro abgeben wird. Dies hat er bis jetzt noch nicht getan, sondern an alle Stura-Mitglieder eine E-mail geschickt:

    Statement zum Vorfall vom 07.01.2006

    Ich bin unschuldig an dem Vorfall im Bd-Club. Der Vorfall wurde von 5 Zeugen aus meiner Sicht (siehe Stura -Protokoll vom 11.01.2006 ) bestätigt, und zur Klärung wurde in der Thueringer Allgemeine am 25.01.2006 eine Anzeige veröffentlicht. Der Clubverbot wurde mit 9 Stimmen (45%) ja, 4 (20%) Stimmen nein, und 7 (35 %) Stimmen enthalten, gewählt.

    Ich lege mein Stura-Mandat nicht im Februar 2006 nieder, da ich mich der Tat nicht schuldig fühle. Durch eine altes Stura-Mandat wurde der Fall durch seine Webpublikation sehr in die Höhe getrieben.

    Warum darf ich nicht feiern ?

    Wenn Ihr Fragen an mich habt, schreibt Sie Bitte an xxxxxxxxxxx [at] web.de.

    Im Studentenrat kam es zu einigen Unstimmigkeiten wegen dem Vorfall.

    Mit freundlichen Grüssen

    Andreas K.

    ENDE
    __________

    Was bleibt? Lügen eines Studenten und deren Konsequenzen…ja…sowas soll es auch in einer Demokratie geben… KONSEQUENZEN

    ———————————————

    Anmerkung des Blog-Inhabers: Auf Bitten von Andreas K. wurde sein Nachnahme und seine E-Mail Adresse, zum Schutze seiner Privatsphäre ein wenig zensiert.

    [Reply]

  4. Tommy Says:

    Achja und noch die Rekapitulation eines Alten TA Artikels

    http://www.campusseite.de/

    [Reply]

  5. Erik Says:

    Wurde die zitierte E-Mail aus dem Protokoll vom 08.02.2006 von der betroffenen Person öffentlich freigegeben? Offensichtlich handelte es sich hier ja um eine interne Stellungnahme.

    Falls nein, halte ich in diesem Zusammenhang die folgende Aussage für ziemlich gewagt:

    “Auch wenn sein Name in internen Newsgroups aufgetaucht ist haben wir den Namen bewußt nicht veröffentlicht, da keine Beweise vorlagen und wir somit keine Rufschädigung betreiben wollten.”

    [Reply]

  6. Achim Friedland Says:

    @Erik:
    Wie schon im Text steht ist der Name des Betreffenden mittlerweile öffentlich bekannt, aber dieser wurde nicht vom StuRa veröffentlicht, sondern ist zuerst in uniinternen Newsgroups aufgetaucht. AFAIK ist daraufhin mit dem Betreffenden geklärt worden, dass diese Mail in dieser Form im offiziellen StuRa-Protokoll stehen kann.

    [Reply]

  7. seb Says:

    Tja, den Link hier her hab ich beim Herrn S. im Blog auch als Kommentar hinterlassen – hat er auch nicht veröffentlicht.

    [Reply]

  8. Dinge, Zeugs und Sachen Says:

    Neues von den Kämpfern für die gute Sache…

    Herr S. hat wieder zugeschlagen! Ich hatte ja letztens bereits ausführlich über die Probleme mit solchen selbsternannten Kämpfern für die gute Sache (TM) sinniert. Ähnliche Gedanken finden sich bspw. auch im Blog vom werten Herrn Friedland. Nun, d…

  9. Timo Says:

    Von mir hat er auch einige Denkanstöße nicht gesperrt. So ist er, unser Tiny.

    Vorhin dort vergebens gepostet, ich denke dass Du, Achim, ihn hier stehen lässt. Merci

    ————————————

    Wovon zum Geier redest Du, Tino? Von Chancen? Wer bist Du schon, dass DU entscheidest, wer wann und insbesondere vor wem eine Chance hat?

    Ich sag Dir was, Du hättest wirklich schon oft die Chance gehabt, einfach mal ruhig zu sein. Die Chance hast DU nicht wahrgenommen, und Dich außerhalb deiner kleinen Blog-Welt so dermaßen ins Abseits gestellt … Si tacuisses, philosophus mansisses. Aber diese Rolle des David, der gegen Goliath kämpft, des Märtyrers, der auf verlorenem Posten kämpft, steht Dir gut, und gefällt Dir offensichtlich noch mehr.

    Eins muss man Dir lassen, Du lässt immer sehr geschickt Sprüche los, die allen und niemanden ansprechen, die so wenig greifbare Informationen / Meinungen / Standpunkte enthalten, dass sie neugierig machen. Wissenswertes ist selten dabei, in einen wirklichen Diskurs trittst Du auch fast nie, so selten, wie Du konkret und ausführlich ANTWORTEST.

    Somit ist letztlich jede Auseinandersetzung mit Dir Zeitverschwendung. Das werden die anderen Leser deines Blogs vielleicht auch noch irgendwann einsehen.

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  10. Ferdi Says:

    Ja, ich kann euch bei allem nur zustimmen. Meine ersten Kommentar “durften” noch auf seinem Blog erscheinen. Als es dann gegen ihn ging (oder es war einfach nicht belustigend genug [siehe sein impressum]) wurde ich samt email gesperrt. Das, auch im Impressum zu lesen, er angeboten hatte, dass man könne sich mit ihm – außerhalb des Blogs – darüber unterhalten, scheint auch nur eher schein als sein zu bedeuten.
    Bisher kam keine Meldung.
    Es sollte mal jemand ein paar Beiträge in seinen Fanblogs posten, die werden ja hoffentlich nicht jeden blocken (lustig: tino bloggt nicht, er blockt – ab sofort ist er für mich nur noch ein Meinungs-Blocker, und kein Blogger … ein Hoch auf mich, so viel SPass muss sein).

    Hach ja, was soll all die Mühe – Never feed the Trolls, okay. Aber hier hört der Spass dann irgendwann auf.

    [Reply]

  11. fifi Says:

    trolle soll man doch verhungern lassen. und das prädikat “troll” hat sich nun wirklich hart erarbeitet ;)

    [Reply]

  12. Achim Friedland Says:

    @fifi:
    Manche Trolle haben sich aber so vollgefressen, dass man sie erst ein paarmal ums Dorf hetzen muss bevor sie überhaupt in annehmbarer Zeit verhungern können ;)

    [Reply]

  13. fifi Says:

    hmmm, sehr schöne metapher, aber wir wollen ja nicht zu hetzjagden aufrufen ;)

    [Reply]

  14. dd Says:

    Dieser Aufruf wurde in diesem Blog schon gegeben, unter dem scheinheiligen Titel “das Web 2.0 zu demokratisieren”!

    An mancher Ironie, merkt man welch Mensch unter mancher Haut steckt, angesichts den Methoden, wie man versucht Herr S zum Schweigen zu bringen. Ich bleib dabei Fifi, getroffene Hunde bellen, und einige an eurer Uni bellen langsam zu laut!

    [Reply]

  15. blog.ahzf.de » Blog Archive » Student S. gefangen in der Endlosschleife? Says:

    [...] Geschichte des angeblichen Hitlergrußes hat sooooooo ‘nen Bart und kann hier nachgelesen [...]

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